Artikel

Wer ist Gott im Koran? Allāh, Aḥad und Rabb einfach erklärt

7. September 2026 22 Aufrufe

Wie beschreibt der Koran Gott?

Hast du dich schon einmal gefragt, wie der Koran Gott eigentlich beschreibt? Oft denken wir an Gott als eine abstrakte, ferne Macht. Der Koran geht hier jedoch einen anderen Weg: Er versucht nicht, die Existenz Gottes mit komplizierten philosophischen Argumenten zu beweisen, sondern versteht sich als „Erinnerung“ an etwas, das wir in unserem Innersten eigentlich schon wissen.

Zwei zentrale Aspekte prägen dieses Gottesbewusstsein, ausgedrückt durch die Namen Allāh (der eine Gott), Aḥad (der Einzigartige) und Rabb (der Herr/Erhalter).

Allāh und Aḥad – Die absolute Einzigartigkeit

Wenn der Koran Gott als „Aḥad“ bezeichnet, meint das nicht nur einfach die Zahl Eins. Es bedeutet: Gott ist absolut einzigartig und Sein Anspruch auf die Göttlichkeit ist exklusiv. Niemand und nichts ist Ihm gleich.

Aus diesem Grund lehnt der Koran die damalige Vorstellung ab, man bräuchte Vermittler (wie Götzen, Heilige oder Fürsprecher), um zu diesem erhabenen Gott zu gelangen. Er ist die wahre Existenz, der Ursprung von allem.

Rabb – Der fürsorgliche Begleiter

Ist dieser einzigartige Gott also weit weg und distanziert? Überhaupt nicht! Hier kommt der Name „Rabb“ ins Spiel, der am zweithäufigsten verwendete Gottesname im Koran.

„Rabb“ wird auf Deutsch oft mit „Herr“ übersetzt, aber das greift eigentlich zu kurz. Rabb vereint den Besitzer, den Gebietenden, aber vor allem den Erziehenden und Unterstützenden. Rabb ist der Erhalter, der dem Menschen „näher ist als seine Halsschlagader“.

Was bedeutet das für uns?

Das koranische Gottesbild ist faszinierend dynamisch: Es verbindet die absolute Erhabenheit Gottes mit seiner beschützenden, liebevollen Nähe.

Ein schönes Beispiel liefert der Koran in der Geschichte des Propheten Muhammad: In einem Moment tiefen Zweifels erfährt er die tröstende Zusicherung seines Rabb, dass Er ihn weder aufgegeben noch verschmäht hat (Q. 93:1–5).

Teilen: